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Verhaltensregeln Ubuntu Brasil

Unsere Verhaltensregeln

Die Ubuntu-Gemeinschaft
Ubuntu dreht sich um die Gesinnung, sich gegenseitig Menschlichkeit zu erweisen: Das Wort selbst umfasst die Geisteshaltung, menschlich zu sein.

Wir möchten eine leistungsfähige, zufriedene und rege Gemeinschaft, welche neue Ideen in einem komplexen Umfeld willkommen heißt, Jahr für Jahr alle Prozesse verbessert und die Zusammenarbeit zwischen Gruppen fördert, die sehr unterschiedliche Bedürfnisse, Ansprüche und Fähigkeiten haben.

Wir gewinnen Stärke aus Vielfalt und suchen aktiv die Beteiligung jener, die diese vergrößern. Diese Verhaltensregeln existieren, um sicherzustellen, dass unterschiedliche Gruppen zum gegenseitigen Vorteil und mit Freude zusammenarbeiten. Wir werden Vorurteilen entgegenwirken, welche die Beteiligung jeglicher Person an dem Projekt aufs Spiel setzen könnten.

Die Verhaltensregeln bestimmen, wie wir uns in der Öffentlichkeit oder privat verhalten, wann immer das Projekt aufgrund unsere Handlungen beurteilt werden wird. Wir erwarten, dass diese von jedem respektvoll gewürdigt wird, der das Projekt offiziell oder informell vertritt, Zugehörigkeit zum Projekt beansprucht oder direkt teilnimmt.

Wir wollen:
Rücksichtsvoll sein! Unser Werk wird von anderen Menschen verwendet und wir wiederum hängen von den Werken anderer ab. Jede Entscheidung, die wir treffen, hat Konsequenzen für Anwender und Kollegen, und wir sollten sie berücksichtigen, wenn wir Entscheidungen treffen.

Respektvoll sein! Uneinigkeit ist keine Entschuldigung für schlechtes Betragen. Wir arbeiten zusammen, um Konflikte zu lösen, setzen gute Absichten voraus und geben unser Bestes, um auf einfühlende Weise zu handeln. Wir lassen nicht zu, dass Frustration in einen persönlichen Angriff umschlägt. Eine Gemeinschaft, in der Menschen sich unwohl oder bedroht fühlen, ist keine produktive. Die Verantwortung für das übernehmen, was wir sagen und tun

Wir alle machen Fehler; wenn das passiert, übernehmen wir die Verantwortung dafür. Wenn jemand verletzt oder angegriffen wurde, hören wir aufmerksam und respektvoll zu und arbeiten daran, das Falsche zu berichtigen.
Kooperativ handeln

Was wir bewerkstelligen, ist ein komplexes Ganzes, das aus vielen Teilen besteht, es ist die Summe vieler Träume. Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Teams, die jeweils ihre eigenen Ziele und Visionen haben, ist unabdingbar; damit das Ganze mehr als nur die Summe der Einzelteil wird, muss jeder Teil sich bemühen, das Ganze zu verstehen.

Zusammenarbeit reduziert überflüssigen Aufwand und verbessert die Qualität unserer Arbeit. Nach innen wie außen zelebrieren wir gute Zusammenarbeit. Wo immer möglich, arbeiten wir eng mit vorgelagerten Projekten und anderen in der Gemeinschaft freier Software zusammen, um unsere Anstrengungen abzustimmen. Wir bevorzugen durchschaubares Arbeiten und binden interessierte Parteien so früh wie möglich ein.
Entscheidungsfreudigkeit, Klarheit und Einigkeit wertschätzen

Meinungsverschiedenheiten, gesellschaftlich wie technisch, sind normal, aber wir gestatten es ihnen nicht, sich unterschwellig festzusetzen, so dass andere über die vereinbarte Richtung im Unklaren bleiben.

Wir erwarten, dass Mitwirkende im Projekt Meinungsverschiedenheiten auf konstruktive Weise lösen. Wenn sie dies nicht können, geben wir die Angelegenheit an dafür vorgesehene Gremien mit ernannten Leitern weiter, die dann vermitteln, Klarheit schaffen und die Richtung vorgeben.
Um Hilfe bitten, wenn wir unsicher sind

In dieser Gemeinschaft wird von niemandem erwartet, perfekt zu sein. Fragen frühzeitig zu stellen vermeidet viele spätere Probleme, daher wird zum Fragen ermutigt, selbst wenn diese an das geeignete Forum gerichtet werden können. Diejenigen, die gefragt werden, sollen darauf reagieren und hilfsbereit sein.
Verantwortungsvoll zurücktreten

Wenn jemand das Projekt verlässt oder sich ausklinkt, bitten wir darum, dass dies auf eine Weise geschieht, die Störungen des Projekts minimiert. Sie sollten den Menschen mitteilen, dass sie gehen und angemessene Schritte einleiten, die sicherstellen, dass andere dort anknüpfen können, wo sie aufgehört haben.
Führung, Autorität und Verantwortung

Wir alle leiten durch unser Vorbild, in Diskussionen und durch Taten. Wir ermutigen neue Mitwirkende, dass sie sich berechtigt fühlen, Führungsaufgaben zu übernehmen, zu handeln und Dinge auszuprobieren, wenn sie meinen, dass Innovationen das Projekt voranbringen könnten. Führung kann von jedem einfach dadurch übernommen werden, dass er oder sie handelt. Es ist nicht nötig, eine formale Anerkennung abzuwarten, wenn sich die Gelegenheit bietet, eine Führungsaufgabe wahrzunehmen.
Delegation von oben

Die Verantwortung für das Projekt beginnt beim “wohlwollenden Diktator”, der bestimmte Verantwortung und die entsprechende Autorität an eine Reihe von Teams, Räten und Einzelpersonen überträgt, an erster Stelle an den Gemeinschaftsrat (“Community Council”, “CC”). Dieser Rat oder ein von ihm bestimmter Vertreter entscheidet in allen Streitfragen.

Wir sind eine Meritokratie; wir übertragen Entscheidungsgewalt, Kontrolle und Führung von den ranghöheren Trägern auf die fähigsten und engagiertesten Anwärter. Die Unterstützung für übertragene Aufgaben ist widerrufbar

Nominierungen für die Ausschüsse (“grupos”) und Räte (“Conselhos”) liegen im Ermessen des Gemeinschaftsrates (“Community Councils”), der jedoch die Rückmeldung der Gemeinschaft sucht, bevor Ernennungen bestätigt werden.

Leitung ist keine Auszeichnung, Recht oder Titel; es ist ein Privileg, eine Verantwortung und ein Auftrag (Mandat). Ein Leiter wird seine Befugnisse nur so lange behalten, wie er die Unterstützung derer behält, die ihm die Befugnisse übertragen haben. Wir schätzen Diskussionen, Fakten und Entschlossenheit

Wir sammeln Meinungen, Fakten und Zusagen der betroffenen Beteiligten, bevor wir Entscheidungen treffen. Wir erwarten von Leitern, den Teams dabei zu helfen, in angemessener Zeit zu einer Entscheidung zu kommen, Rat zu suchen oder aber willens zu sein, die Entscheidung selbst zu treffen, wenn eine Einigung fehlt, und dann die Verantwortung für die Umsetzung zu übernehmen.

Die schlechteste Entscheidung überhaupt ist, keine Entscheidung zu treffen: Klare Vorgaben haben Wert an sich. Manchmal sind nicht alle Fakten verfügbar oder eine übereinstimmende Meinung ist nicht erreichbar. Dennoch muss eine Entscheidung getroffen werden. Es gibt nicht immer eine Garantie für eine perfekte Entscheidung – wir ziehen es jedoch vor, zu irren, zu lernen und in Zukunft dann weniger zu irren, anstatt Taten auf unbestimmte Zeit aufzuschieben.

Wir verstehen, dass das Projekt besser arbeitet, wenn wir uns darauf verlassen, dass die Teams, die am tiefsten mit einem Problem vertraut sind, die Entscheidung für das Projekt treffen. Falls wir von einer Entscheidung erfahren, mit der wir nicht einverstanden sind, können wir das betreffende Team auffordern, eine gemeinsame Basis zu finden. Wenn das fehlschlägt, haben wir eine Kontroll-Struktur, welche die Entscheidung überprüfen kann. Wenn schließlich von den dafür verantwortlichen Personen eine Entscheidung getroffen wurde und diese durch die Projekt-Leitung unterstützt wird, hat diese Entscheidung Bestand. Niemand von uns erwartet, dass wir mit jeder Entscheidung einverstanden sind, und wir haben die höchste Wertschätzung für die Bereitschaft, zum Projekt zu stehen und zum Erfolg beizutragen, selbst in den Fällen, in denen wir selbst einen anderen Weg bevorzugen würden.
Offene Meritokratie

Wir laden jeden ein, in jedem beliebigen Bereich des Projekts mitzuwirken. Unsere Gemeinschaft ist offen und Verantwortung kann von jedem Mitwirkenden übernommen werden, der die erforderliche Leistungsfähigkeit und Kompetenz vorweist.
Zusammenarbeit in Teams

Das oberste Ziel eines Leiters ist der Erfolg des Teams.
“Ein Virtuose (hervorragender Meister) wird an seinen Taten gemessen; ein Leiter wird an den Taten seines Teams gemessen.” Ein Leiter weiß, wann er handeln und wann er sich zurückhalten muss. Er weiß, wann er Arbeit delegieren und wann er sie selbst übernehmen muss.

Anerkennung: Ein guter Leiter sucht nicht das Rampenlicht, sondern stellt die Team-Mitglieder für ihre Arbeit, die sie leisten, heraus. Leiter mögen sichtbarer sein als die Team-Mitglieder, gute nutzen diese Sichtbarkeit, um die großartige Arbeit der anderen hervorzuheben.

 

Mut und Rücksichtnahme: Führung erfordert gelegentlich kühne Entscheidungen, die in weiten Kreisen nicht verstanden werden, allseitige Zustimmung erfahren oder beliebt sind. Wir schätzen den Mut, solche Entscheidungen zu treffen, weil sie es dem Gesamt-Projekt ermöglichen, schneller voranzukommen als wir es könnten, wenn wir vollständige Zustimmung verlangen würden. Trotzdem erfordert Kühnheit Rücksichtnahme; triff kühne Entscheidungen, aber bedenke die Herausforderungen, welche daraus anderen entstehen, und arbeite daran, die Auswirkungen solcher Entscheidungen auf sie abzumildern. Veränderungen und ihre Begründungen deutlich und frühzeitig mitzuteilen ist genauso wichtig wie die Umsetzung der Veränderungen selbst.
Interessenskonflikte

Wir erwarten von Leitern zu erkennen, wenn sie aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit oder Beteiligung an anderen Projekten im Konflikt stehen und von Entscheidungen Abstand zu nehmen, die den Anschein erwecken könnten, durch Eigeninteresses motiviert zu sein, oder diese (Anm. d. Ü.: die Entscheidungen) an andere zu delegieren. Wir erwarten von allen, die am Projekt mitwirken, dies mit dem Ziel zu tun, den Benutzern das Leben zu erleichtern.

Wer im Zweifel ist, holt eine zweite Einschätzung ein. Es ist wichtig, erkannte Interessenkonflikte anzusprechen; Leiter handeln so, dass die Glaubwürdigkeit der Entscheidungen sichergestellt ist, selbst wenn sie hin und wieder unbeliebt, schwierig oder zugunsten der Interessen einer Gruppe gegenüber einer anderen ausfallen müssen.

Dieser Kodex ist weder erschöpfend noch vollständig. Er ist kein Regelbuch; er dient dazu, unser gemeinsames Verständnis des zusammenarbeitenden gemeinschaftlichen Umfelds und der Ziele herauszuarbeiten. Wir erwarten, dass er sowohl dem Sinne als auch dem Wortlaut nach erfüllt wird.

Der Ubuntu-Verhaltenskodex ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 {en} lizenziert. Er darf für eigene Projekte weiterverwendet und den eigenen Bedürfnissen entsprechend modifiziert werden, mit der Bitte, anderen zu erlauben, diese Modifizierungen zu verwenden, und das Ubuntu-Projekt als Quelle zu erwähnen!

Quelle: https://wiki.ubuntuusers.de/Ubuntu/Code_of_Conduct/