ResEx Gruender Chico Mendes - Gedanken

Gedanken zu Chico Mendes
Quelle: Wolfgang Manuel Simon / Poema Deutschland


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Chico, die Menschen in Europa können sich kein
Bild machen von dem Ausmaß der Zerstörungen
des Regenwaldes für Rinderweiden, für Kolonisationsstraßen,
für illegale Holzhändler, für landhungrige
Rinderzüchter, für gierige Sojabarone, für Möbel
der Gärten Europas, Asiens und Nordamerikas, für
die hungrigen Münder der Fastfood-Konzerne und
für Soja für die Rinder der 1. Welt.

Oh Chico, wir essen Früchte eures Waldes und
kennen nicht den Nutzen der Baumriesen für das
Weltklima, knabbern an Weihnachten Paranüsse
und bedenken nicht, dass deren Bäume nirgendwo
mehr auf diesem Planeten anzutreffen sind als in
Amazonien. Wer weiß schon, dass all diese einzigartigen
Urwaldriesen illegal abgeholzt werden und
für immer für die Menschheit verloren sind.
Chico, neue Straßenprojekte für die Großgrundbesitzer,
Rohstoff- und Nahrungsmittelkonzerne wie
Cargill zerschneiden unberührte Urwaldgebiete,
Plantagen für Ölpalmen, riesige Maisfelder zur
Herstellung von Ethanol werden neu angelegt,
Staudammprojekte wie das Projekt „Belo Monte“
bei Altamira werden wieder aus den Schubladen
geholt. Widerstand regt sich dort an vielen Orten.
Chico, wer von uns kannte die im Februar 2005
ermordete Dorothy Stang, eine brasilianische katholische
Schwester und konnte so Anteil haben
an ihrem Leben, ihrem Kampf für die landlosen
Bauern und Landarbeiter?
Chico, wir lesen in den Zeitungen des Jahres 2008:
“Nie zuvor hatten wir zu dieser Jahreszeit solch
eine große Zerstörungsrate festgestellt”, staunte
Gilberto Camara. Er ist Leiter des für die offiziellen
Messungen zuständigen “Nationalen Instituts für
Weltraumforschungen“… „Die monatliche Zerstörungsrate
im August 2007 wuchs auf das vierfache
im Dezember 2007“. Warum? Die Großgrundbesitzer
eignen sich weiterhin gewaltsam das Land der
Indios an, laugen es mit ihren Monokulturen aus
und bewirtschaften es mit Sklavenarbeitern, die mit
nur jeder erdenklichen Willkür und Gewalt bedroht
werden. Wer die Macht hat, plündert, zerstört, missachtet
Gesetze.“ (Bischof Kräutler , Altamira im Juli
2008) Die Indigenas selber verlieren ihren Grund
und Boden und damit ihre Nahrungsgrundlage.

Chico – wo sind die Leute der Lula-Regierung, die
nicht verhindert haben, dass allein im Jahr 2007
im Zusammenhang mit Landkonflikten 92 Indios
getötet wurden?
Chico, Dorothy, Naldo, Giovanni, Maria Benedita
– wir sehen bei unseren Besuchen in euren Dörfern,
wie ernsthaft und gewissenhaft die Menschen
darüber debattieren, wo der beste Platz für die
Brunnenbohrstelle ist. Wir können erahnen, wie die
Holzständer für die Trinkwasseranlage gemeinsam
gefertigt wurden und die Leitungen zu den Häusern
in einer Gemeinschaftsaktion verlegt wurden.
Das ermutigt uns sehr in unserem Bemühen, euch
weiter bei der Schaffung menschenwürdiger Lebensbedingungen
zu unterstützen, damit viele
weitere Dörfer diese solargestützten Trinkwasseranlagen
erhalten, noch mehr Hütten mit Solarlampen
ausgestattet werden und weitere Gesundheitsposten
ausgebildet werden können.
Der Stuttgarter Friedenspreis wird uns und euch
dabei helfen.
Wolfgang Manuel Simon
Anmerkung 1: Hagen Rether, „Vater unser“ unter www.youtube.com
Anmerkung 2: Chico Mendes wurde vor 20 Jahren am 22.Dezember in seinem Haus vom Sohn eines Großgrundbesitzers ermordet. Chico organisierte als Gewerkschaftler den Widerstand der Gummizapfer gegen die Pläne der Großgrundbesitzer.

Hinweis für alle Chico Mendes VerehrerInnen:
Die Band Maná widmete 1995 Mendes das Album Cuando los Ángeles Lloran.
http://www.youtube.com/watch?v=RETZhTgaAlU &translated=1

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Anmerkung der Redaktion

Hiermit moechten wir allen DANKEN fuer ihren Einsatz fuer den Naturschutz und zum schutze von all dem was uns geschaffen hat

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