Internationale ResEx-Patenschaften

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Presse Resex Brasilien Deutschland

Viele gute Ideen für sauberes Wasser

Erdmannhäuser engagieren sich für eine Trinkwasseranlage - Brasilianische Nacht mit Benefizcharakter geplant

Erdmannhausen. Vier Gäste aus Brasilien haben im Erdmannhäuser Rathaus über die Situation des Regenwalds in ihrer Heimat informiert. Der Schultes Lutz Schwaigert plant nun, gemeinsam mit den Bürgern, eine Trinkwasseranlage in einem Dorf Amazoniens zu finanzieren.

Von Tanja Capuana

Südamerikanisches Temperament erfüllt das Rathaus in Erdmannhausen am Montag: Das Trio Samba Colibri begrüßt die rund 50 Besucher im Foyer mit heißen Rhythmen. Den musikalischen Empfang hat die Gemeinde zu Ehren ihrer fünf Gäste, die sich für den Entwicklungs- und Förderungsverein Poema engagieren, auf die Beine gestellt.

Die Gemeinderätin von Oeiras do Para, Maria Benedita Castro Amaro, der Sekretär Giovanny Souza, der Präsident der Resex Santarem, Rosinaldo Santos dos Anjos, sowie der Deutsche Michael Arnegger aus dem brasilianischen Bundesstaat Para unterstützen in Brasilien Hilfsprojekte. Gerd Rathgeb, der Vorsitzende von Poema Stuttgart, begleitet die südamerikanischen Besucher. Der Schultes Lutz Schwaigert hofft, dass bei der Veranstaltung ein Spendenprojekt zustande kommt. Das Hauptziel sei jedoch, die Bürger erst einmal zu informieren, erklärt er. Das Quartett wird am Freitag als Vertreter der Hilfsorganisation den Stuttgarter Friedenspreis in Empfang nehmen. Wolfgang Simon, ein Poema-Mitglied aus Erdmannhausen, hat die Organisation für den Preis vorgeschlagen.

Besonders wichtig für die Bewohner der Dörfer sind Fotovoltaik- und Trinkwasseranlagen. Finanzielle Mittel erhalten sie von Poema Deutschland, die Realisierung der Projekte übernehmen Partner vor Ort. “Amazonien ist eines der süßwasserreichsten Gebiete der Welt”, erklärt Wolfgang Simon. “Aber es gibt gravierende Probleme mit dem Trinkwasser.” Das Flusswasser wird durch Exkremente von Viehherden, Industrieabwasser und Quecksilber von Goldsuchern verschmutzt. Die erste Trinkwasseranlage ist vor rund 16 Jahren in einem Naturreservat in Santarem gebaut worden.

Die Helfer kümmern sich jedoch nicht nur um den Bau der Wassertürme, sondern wollen die übermäßige Abholzung des Regenwalds verhindern. Die verantwortungsvolle Nutzung des Regenwalds entspreche der Nachhaltigkeit, sagt Michael Arnegger, der seit 15 Jahren in Brasilien lebt. Als Leiter der Produktionsgesellschaft in Anapu setzt sich Giovanny Souza dafür ein, dass Kleinbauern von ihren Erträgen leben können. Er hilft dabei, Landwirte vor Übergriffen von Viehzüchtern und Großgrundbesitzern zu schützen. Ein gefährliches Unterfangen, da viele ihr Engagement bereits mit ihrem Leben bezahlt haben, erzählt er.

Das Publikum hört interessiert zu und stellt den Vertretern zahlreiche Fragen. Schwaigert spricht sich dafür aus, sich mit einem rund 15 000 Euro teueren Trinkwasserturm zu beteiligen und dem Projekt eine Plattform zu bieten. Auch auf der Homepage soll Aktuelles zu lesen sein. Er bittet die Besucher um Vorschläge. Besonders viel Beifall erhält die Idee eines Mannes, der eine brasilianische Nacht mit Benefizcharakter vorschlägt. “Ich merke, dass meine Erdmannhäuser Bürger sehr kreativ sind”, lobt er.

Die Bereitschaft, Gutes zu tun, zeigen das Publikum und die Gemeinde bereits an diesem Abend mit Spenden. Barbara Bader, die Vorsitzende des Erdmannhäuser Ortsvereins der Grünen, überreicht den Vertretern von Poema einen Scheck über 500 Euro. Die Summe von 1550 Euro sei bereits zusammengekommen, verkündet Lutz Schwaigert erfreut. Im Frühjahr soll bei weiteren Treffen das Projekts konkretisiert werden.

Quelle mit Link: http://stuttgarter-nachrichten.de/

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