Archive for the ‘Presse’ Category

ResEx Gruender Chico Mendes - Gedanken

Friday, January 2nd, 2009

Gedanken zu Chico Mendes
Quelle: Wolfgang Manuel Simon / Poema Deutschland


Links:


Chico, die Menschen in Europa können sich kein
Bild machen von dem Ausmaß der Zerstörungen
des Regenwaldes für Rinderweiden, für Kolonisationsstraßen,
für illegale Holzhändler, für landhungrige
Rinderzüchter, für gierige Sojabarone, für Möbel
der Gärten Europas, Asiens und Nordamerikas, für
die hungrigen Münder der Fastfood-Konzerne und
für Soja für die Rinder der 1. Welt.

Oh Chico, wir essen Früchte eures Waldes und
kennen nicht den Nutzen der Baumriesen für das
Weltklima, knabbern an Weihnachten Paranüsse
und bedenken nicht, dass deren Bäume nirgendwo
mehr auf diesem Planeten anzutreffen sind als in
Amazonien. Wer weiß schon, dass all diese einzigartigen
Urwaldriesen illegal abgeholzt werden und
für immer für die Menschheit verloren sind.
Chico, neue Straßenprojekte für die Großgrundbesitzer,
Rohstoff- und Nahrungsmittelkonzerne wie
Cargill zerschneiden unberührte Urwaldgebiete,
Plantagen für Ölpalmen, riesige Maisfelder zur
Herstellung von Ethanol werden neu angelegt,
Staudammprojekte wie das Projekt „Belo Monte“
bei Altamira werden wieder aus den Schubladen
geholt. Widerstand regt sich dort an vielen Orten.
Chico, wer von uns kannte die im Februar 2005
ermordete Dorothy Stang, eine brasilianische katholische
Schwester und konnte so Anteil haben
an ihrem Leben, ihrem Kampf für die landlosen
Bauern und Landarbeiter?
Chico, wir lesen in den Zeitungen des Jahres 2008:
“Nie zuvor hatten wir zu dieser Jahreszeit solch
eine große Zerstörungsrate festgestellt”, staunte
Gilberto Camara. Er ist Leiter des für die offiziellen
Messungen zuständigen “Nationalen Instituts für
Weltraumforschungen“… „Die monatliche Zerstörungsrate
im August 2007 wuchs auf das vierfache
im Dezember 2007“. Warum? Die Großgrundbesitzer
eignen sich weiterhin gewaltsam das Land der
Indios an, laugen es mit ihren Monokulturen aus
und bewirtschaften es mit Sklavenarbeitern, die mit
nur jeder erdenklichen Willkür und Gewalt bedroht
werden. Wer die Macht hat, plündert, zerstört, missachtet
Gesetze.“ (Bischof Kräutler , Altamira im Juli
2008) Die Indigenas selber verlieren ihren Grund
und Boden und damit ihre Nahrungsgrundlage.

Chico – wo sind die Leute der Lula-Regierung, die
nicht verhindert haben, dass allein im Jahr 2007
im Zusammenhang mit Landkonflikten 92 Indios
getötet wurden?
Chico, Dorothy, Naldo, Giovanni, Maria Benedita
– wir sehen bei unseren Besuchen in euren Dörfern,
wie ernsthaft und gewissenhaft die Menschen
darüber debattieren, wo der beste Platz für die
Brunnenbohrstelle ist. Wir können erahnen, wie die
Holzständer für die Trinkwasseranlage gemeinsam
gefertigt wurden und die Leitungen zu den Häusern
in einer Gemeinschaftsaktion verlegt wurden.
Das ermutigt uns sehr in unserem Bemühen, euch
weiter bei der Schaffung menschenwürdiger Lebensbedingungen
zu unterstützen, damit viele
weitere Dörfer diese solargestützten Trinkwasseranlagen
erhalten, noch mehr Hütten mit Solarlampen
ausgestattet werden und weitere Gesundheitsposten
ausgebildet werden können.
Der Stuttgarter Friedenspreis wird uns und euch
dabei helfen.
Wolfgang Manuel Simon
Anmerkung 1: Hagen Rether, „Vater unser“ unter www.youtube.com
Anmerkung 2: Chico Mendes wurde vor 20 Jahren am 22.Dezember in seinem Haus vom Sohn eines Großgrundbesitzers ermordet. Chico organisierte als Gewerkschaftler den Widerstand der Gummizapfer gegen die Pläne der Großgrundbesitzer.

Hinweis für alle Chico Mendes VerehrerInnen:
Die Band Maná widmete 1995 Mendes das Album Cuando los Ángeles Lloran.
http://www.youtube.com/watch?v=RETZhTgaAlU &translated=1

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Anmerkung der Redaktion

Hiermit moechten wir allen DANKEN fuer ihren Einsatz fuer den Naturschutz und zum schutze von all dem was uns geschaffen hat

ResEx Presse | POEMA Projekte Amazonas

Friday, January 2nd, 2009

Presse zu ResEx Naturschutz Brasilien, Amazonas


Links:



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Quelle: POEMA

Presse Resex, Projekte POEMA

Aktuelles aus unseren Projektgebieten
Wasser, Solarenergie, Gesundheit

Im ResEx Reserva Extrativista (Sammlergebiet ohne Holzeinschlag) werden gerade am Rio Arapiuns in den Gemeinden Sao Jose, Arapiranga und Nova Vista Wasseranlagen gebaut. Im Januar werden wir
zusammen mit Präsident Naldo die Anlagen einweihen. 23 Anlagen wurden von Poema in den letzten Jahren dort ermöglicht. Insgesamt leben in der Region rund 20 000 Menschen in 70 Dörfern. Das
Wasserproblem ist das drängendste. Deshalb werden wir auch in den kommenden Jahren dort aktiv sein. Außerdem wird immer wieder der Wunsch an uns herangetragen, mehr Solarlampen zu bringen.

Es ist nicht damit zu rechnen, daß in den nächsten Jahren in die Region Strom kommen wird. In der Region Oeiras do Para wird in den nächsten Wochen mit dem Bau einer Wasseranlage in Melancal begonnen. Der Ort liegt in einer Region, in der in den letzten Jahren enorme Mengen Holz geschlagen wurden, und jetzt Rinderfarmen für große Probleme sorgen. Vor allem in der Regenzeit werden über das Flußwasser Krankheiten verbreitet. Bena, die im Dezember bei uns zu Gast sein wird, ist die „Antreiberin“ und arbeitet mit den Dorfbewohnern und Poema zusammen. In den zwei Gebieten der nachhaltigen Entwicklung in der Region Anapu ist eines der vielen Probleme die Energiefrage. 400 Häuser stehen in dem Gebiet vereinzelt im Regenwald und ohne Aussicht auf Energie. Taschenlampen und Ölfunzeln sind oft die einzigen Lichtquellen. Unser Ziel ist es, u.a. auch durch eine Aktion bei der Friedensgala im Dezember, 400 Solarlampen nach Anapu zu bringen, eine für jedes Haus. Die Menschen sehnen sich danach. In den letzten Jahren haben wir in den Gebieten ein Versammlungshaus finanziert sowie Werkzeuge, ein Motorrad und mehrere Solaranlagen. Giovanny wird im Dezember darüber berichten. Er wird auch über Schwester Dorothy Stang sprechen, die bis zu ihrer Ermordung mit ihnen zusammengearbeitet hat.


Im Reserva Indigena -Waiapi in Amapa finanzieren wir nach wie vor Gesundheitskurse für junge Indigenas. Der gesamte Kurs dauert 4 Jahre, in jedem Jahr finden jeweils zwei 14 Tage dauernde Kursetappen statt. 20 angehende Krankenpfleger von den verschiedenen Dörfern nehmen daran teil. Ziel der Indigenas ist es, die Gesundheitsversorgung so weit wie möglich in die eigenen Hände zu nehmen. Die Hoffnung auf staatliche Hilfe haben sie fast aufgegebe


Im August 2008 besuchten POEMA-Mitglieder einige Dörfern am Rio Tapajos und am Rio Arapiuns im Bundesstaat Para/Brasilien. In Anlehnung an das „Vater Unser“ des Kabarettisten Hagen Rether möchte ich meine Gedanken dem vor 20 Jahren ermordeten Chico Mendes widmen:


Quelle: http://www.poema-deutschland.de/aktuell/rundbrief10.pdf

ResEx Presse | Regenwald in Amazonien

Thursday, January 1st, 2009

Presse zu ResEx Naturschutz Brasilien



Links:


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Quelle:

Presse Resex, Naturschutz Brasilien

Der Kampf um den Regenwald in Amazonien

Stetten (w). Träger des Stuttgarter Friedenspreises 2008 kommen am Mittwoch, 17. Dezember, 20 Uhr zu Allmende nach Stetten. Vier Vertreter der Amazonien-Hilfsorganisation Poema berichten über ihre Arbeit im TV-Heim. Poema, kurz für Pobreza E Maio ambiente na Amazonia - Armut und Umwelt in Amazonien ist ein Verein, der 1994 von dem ehemaligen Daimler-Betriebsrat und Grünen-Bundestagsabgeordneten Willi Hoss gegründet wurde. Er setzt sich für die Menschen in einem der sensibelsten Gebiete dieses Planeten ein - dem Regenwald in Amazonien. Mit Geld und fantasievollen Aktionen wird zum Beispiel der Bau von Trinkwasseranlagen mit solarbetriebenen Pumpen unterstützt, werden Petroleum- durch Solarlampen ersetzt sowie Gesundheitsstationen in den Dörfern aufgebaut. Ziel ist es, den Menschen in Amazonien ein angemessenes und würdiges Leben zu ermöglichen, ohne Ausbeutung und Unterdrückung durch Großgrundbesitzer, und mit der Perspektive, vom Regenwald zu leben, ohne ihn zu zerstören.

Poema erhält dieses Jahr den mit 5000 Euro dotierten Stuttgarter Friedenspreis, der am 19. Dezember bei einer Gala im Theaterhaus am Pragsattel überreicht wird. Aus diesem Anlass sind vier Poema-Vertreter aus Amazonien nach Deutschland gekommen: Maria Benedita Castro Amaro, Gemeinderätin in Oeiras do Para, Giovanny Souza, Sekretär in Anapu/Transamazonika, Rosinaldo Santos dos Anjos, Präsident Resex Santarem, und Michael Arnegger, Poema Belem. Sie berichten zusammen mit dem Vorsitzenden von Poema Deutschland, Gerd Rathgeb. Die “Anstifter Stuttgart” begründen die Verleihung ihres Friedenspreises mit der “dauerhaften, basisnahen und beispielhaften Arbeit für Frieden, Gerechtigkeit und eine solidarische Welt”. Die Veranstaltung wird gemeinsam mit dem Stuttgarter Bürgerprojekt Anstifter organisiert. Der Eintritt kostet 5 Euro.

Quelle:http://www.stuttgarterzeitung.de

Internationale ResEx-Patenschaften

Thursday, January 1st, 2009

Wie koennen ResEx Patenschaften entstehen: Eine Pressemeldung zur Anregung.



Links:


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Quelle:

Presse Resex Brasilien Deutschland

Viele gute Ideen für sauberes Wasser

Erdmannhäuser engagieren sich für eine Trinkwasseranlage - Brasilianische Nacht mit Benefizcharakter geplant

Erdmannhausen. Vier Gäste aus Brasilien haben im Erdmannhäuser Rathaus über die Situation des Regenwalds in ihrer Heimat informiert. Der Schultes Lutz Schwaigert plant nun, gemeinsam mit den Bürgern, eine Trinkwasseranlage in einem Dorf Amazoniens zu finanzieren.

Von Tanja Capuana

Südamerikanisches Temperament erfüllt das Rathaus in Erdmannhausen am Montag: Das Trio Samba Colibri begrüßt die rund 50 Besucher im Foyer mit heißen Rhythmen. Den musikalischen Empfang hat die Gemeinde zu Ehren ihrer fünf Gäste, die sich für den Entwicklungs- und Förderungsverein Poema engagieren, auf die Beine gestellt.

Die Gemeinderätin von Oeiras do Para, Maria Benedita Castro Amaro, der Sekretär Giovanny Souza, der Präsident der Resex Santarem, Rosinaldo Santos dos Anjos, sowie der Deutsche Michael Arnegger aus dem brasilianischen Bundesstaat Para unterstützen in Brasilien Hilfsprojekte. Gerd Rathgeb, der Vorsitzende von Poema Stuttgart, begleitet die südamerikanischen Besucher. Der Schultes Lutz Schwaigert hofft, dass bei der Veranstaltung ein Spendenprojekt zustande kommt. Das Hauptziel sei jedoch, die Bürger erst einmal zu informieren, erklärt er. Das Quartett wird am Freitag als Vertreter der Hilfsorganisation den Stuttgarter Friedenspreis in Empfang nehmen. Wolfgang Simon, ein Poema-Mitglied aus Erdmannhausen, hat die Organisation für den Preis vorgeschlagen.

Besonders wichtig für die Bewohner der Dörfer sind Fotovoltaik- und Trinkwasseranlagen. Finanzielle Mittel erhalten sie von Poema Deutschland, die Realisierung der Projekte übernehmen Partner vor Ort. “Amazonien ist eines der süßwasserreichsten Gebiete der Welt”, erklärt Wolfgang Simon. “Aber es gibt gravierende Probleme mit dem Trinkwasser.” Das Flusswasser wird durch Exkremente von Viehherden, Industrieabwasser und Quecksilber von Goldsuchern verschmutzt. Die erste Trinkwasseranlage ist vor rund 16 Jahren in einem Naturreservat in Santarem gebaut worden.

Die Helfer kümmern sich jedoch nicht nur um den Bau der Wassertürme, sondern wollen die übermäßige Abholzung des Regenwalds verhindern. Die verantwortungsvolle Nutzung des Regenwalds entspreche der Nachhaltigkeit, sagt Michael Arnegger, der seit 15 Jahren in Brasilien lebt. Als Leiter der Produktionsgesellschaft in Anapu setzt sich Giovanny Souza dafür ein, dass Kleinbauern von ihren Erträgen leben können. Er hilft dabei, Landwirte vor Übergriffen von Viehzüchtern und Großgrundbesitzern zu schützen. Ein gefährliches Unterfangen, da viele ihr Engagement bereits mit ihrem Leben bezahlt haben, erzählt er.

Das Publikum hört interessiert zu und stellt den Vertretern zahlreiche Fragen. Schwaigert spricht sich dafür aus, sich mit einem rund 15 000 Euro teueren Trinkwasserturm zu beteiligen und dem Projekt eine Plattform zu bieten. Auch auf der Homepage soll Aktuelles zu lesen sein. Er bittet die Besucher um Vorschläge. Besonders viel Beifall erhält die Idee eines Mannes, der eine brasilianische Nacht mit Benefizcharakter vorschlägt. “Ich merke, dass meine Erdmannhäuser Bürger sehr kreativ sind”, lobt er.

Die Bereitschaft, Gutes zu tun, zeigen das Publikum und die Gemeinde bereits an diesem Abend mit Spenden. Barbara Bader, die Vorsitzende des Erdmannhäuser Ortsvereins der Grünen, überreicht den Vertretern von Poema einen Scheck über 500 Euro. Die Summe von 1550 Euro sei bereits zusammengekommen, verkündet Lutz Schwaigert erfreut. Im Frühjahr soll bei weiteren Treffen das Projekts konkretisiert werden.

Quelle mit Link: http://stuttgarter-nachrichten.de/