Film TROPICAL GARDEN BAHIA Impressionen

Film aus den TROPICAL GARDEN in Canavieiras Bahia Brasilien

Film TROPICAL GARDEN Bahia Brasilien 01.

Impressionen aus dem TROPICAL GARDEN in Canavieiras Bahia Brasilien.

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Wir pflanzen Bambus

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Neem – Niembaum – Azadirachta indica – Nimba

Neem – Niembaum

Azadirachta indica – Nimba

Alle informationen ueber den Niembaum auf: www.niem.web500.com.br

Synonyme

Melia azadirachta

Familie

Der Neem bzw. Niembaum gehört zur Familie der Meliaceae (Mahagonigewächse).

Klassische Bezeichnungen

Nimba, Arishta, Tiktaka, Pichumarda, Pichumanda, Paribhadra, Hinguniryasa.

Landestypische Bezeichnungen

  • Eng. – Neem, Margosa tree, Indian lilac tree
  • Deu. – Niembaum, Neem, Niem, Indischer Zedrach
  • Hindi – Nim, Nimb, Neem
  • Malayalam – Veppu
  • Marathi – Kadulimba, Kadunimba
  • Tamil – Vempu, Veppam, Veppamaram

Botanische Beschreibung

Der Neem ist ein immergrüner, 12 – 20 Meter hoher Baum. Seine Blätter sind unpaarig gefiedert und bis zu 38cm lang. Die Blüten sind weiß bis blaß-gelb und klein. Sie sitzen an einem langen Blütenstand. Die Steinfrüchte des Neem sind unreif grün, reif gelb und enthalten jeweils einen Samen.

Nimba – Azadirachta indica

Verbreitung

Neem, Azadirachta indica, wächst wild in den Laubwäldern Indiens.

Verwendete Teile

Verwedet werden Blätter, Blüten, Samen, Öl und Rinde des Neem.

Indikationen und Wirkungen

Rinde

Die Rinde des Neem ist bitter, adstringierend, kühlend, blutreinigend, wundheilend, lindernd, insektentötend, leberstärkend, schleimlösend, wurmtreibend und allgemein stärkend. Sie wird eingesetzt zur Behandlung von Hyperdipsie, Lepra, Ekzem, Hauterkrankung, Juckreiz, Weißfleckenkrankheit, Tumor, Geschwür, Anorexia, Erbrechen, Leberbeschwerden, Bronchitis, Husten, periodischem oder durch Malaria begründetes Fieber, Verdauungsstörung, Inkontinenz, Diabetes, Etzündung, Hexenschuss, Hämorrhoiden, Syphilis, Ohrenschmerz, ausbleibender Monatsblutung und Müdigkeit.

Neem Blaetter, Neembaum mit Fruechten

Blätter

Die Blätter des Neem bzw. des Niembaums sind bitter, adstringierend, blutreinigend, antiseptisch, wurmtreibend, ophthalmisch, appetitanregend, insektentötend und kühlend. Sie werden bei Hauterkrankungen, Weißfleckenkrankheit, Juckreiz, Lepra, Ophthalmopathie, Würmern, Verdauungsstörung, Geschwüren, Tuberkulose, Blutgeschwüren, Ekzem und periodischem Fieber verwendet.

Blüten

Die Blüten des Neem sind bitter, erfrischend, ophthalmisch, magenstärkend, wurmtreibend und allgemein kräftigend. Sie werden bei Ophthalmopathie, Kolik, Verdauungsstörung, Würmern und allgemeiner Schwäche verabreicht.

Samen

Neem-Samen sind bitter, wärmend, abführend, wurmtreibend, reinigend, wundheilend, Gebärmutter stimulierend und beruhigend. Sie sind hilfreich bei Tumoren, Lepra, Hauterkrankungen, Würmern, Wunden, Zahnschmerzen, Geschwüren, und Diabetes.

Öl

Das Öl des Neem oder auch Nimba ist bitter, wurmtreibend, beruhigend reinigend. Es wird eingesetzt bei chronischen Hauterkrankungen, Ringelflechte, Krätze, Geschwüren, durch Syphilis verursachte Schmerzen, Würmern, Fieber und Lepra. Darüber hinaus wird es als wirksames Insektizid eingesetzt. Das im Öl enthaltene Azadirachtin wirkt effektiv gegen Insekten ist jedoch harmlos für Menschen und alle Warmblüter.

Junge Äste des Neem werden in Indien als natürliche Zahnbürste verwendet.

Dosierung

Neem-Rindenpulver: 2 – 4 g

Neem-Presssaft aus den Blättern: 10 – 20 ml

Neem-Öl: 5 bis 10 Tropfen

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Chemische Bestandteile

Über hundert Substanzen wurden isoliert. Nachfolgend ein Auszug.

Azadirachtin, Azadirachtol, Azadirachnol, Deacetyl-Azadirachtinol, Azadiradion, 17-B-Hydroxyazadiradion, Gedunin, 7-Hydroxygedunin, Melianon, Nimbiol, Nimboeinol, Nimocin, 7-Deacetoxy-Nimolicinol, Nimolinon, Nimbochalcin, Nimbocetin. Die Samen enthalten Tocopherol, Arachinsäure, Linolsäure, Margosinsäure, Myristinsäure, Ölsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Azadiron, Azadiradion, Nimbinin, Meldenin, Meliatriol, Nimbin, Nibinen, 6-Desacetyl Nimbinen, Nimbidin, Nimbidiol,6-O-Acetylnimbandiol, Salannin, Salannol, Salannolid, 3-Desacetylsalannin, Vepinin, Vilasinin …

Im Niembaum wurden Alkaloide, Terpene, Saponine, Bitterstoffe sowie diverse andere Verbindungen nachgewiesen. Die insektizide Wirkung beruht offensichtlich auf den beiden Nortriterpenoiden Azadirachtin und Salannin.

Pharmakologische Eigenschaften

Neem wirkt antiviral, entkrampfend, antibakteriell, empfängnisverhütend (beim Mann), antimykotisch, wurmtötend, Moskitolarven tötend, hypoglykämisch, antihyperglykämisch, insektentötend, nematizid, vermizid, entwässernd, entzündungshemmend, schmerzstillend, fiebersenkend, beruhigend, ZNS-beruhigend. Darüber hinaus konnte eine Wirkung gegen Krebs nachgewiesen werden.

Toxikologie

In Tierversuchen verabreichte man Ratten oral täglich 100 mg Nimbidin je kg Körpergewicht über 6 Wochen. Es zeigten sich keine toxischen Nebenwirkungen.

In einer Studie verabreichte man Patienten mit Zwölffingerdarmgeschwür täglich 300 mg/kg oral über 3 Wochen. Dabei konnten keine unerwünschten Nebenwirkungen festgestellt werden.

Studien

Ein Extrakt aus getrockneten Neem-Blättern  – Niembaumblättern – und 70%-igen Alkohol wurde in einer Studie getrocknet und im Verhältnis 4:6 in Propylenglykol gemischt. Die Mischung erwies sich als sehr wirkungsvoll bei den verschiedensten, durch Pilzbefall verursachten, Hauterkrankungen. Ringelflechte wurde beispielsweise innerhalb von 4 bis 8 Tagen komplett geheilt. Die Mischung wurde dafür als Lotion aufgetragen. Bei Patienten mit Krätze reichten 3 Tage. Dazu wurde die Lotion zweimal täglich auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Um 100mg Extrakt zu erstellen, wurden 10kg Neemblätter benötigt. Oral verabreicht reichte eine einmalige Gabe von 3 mg Extrakt auf leeren Magen um Spulwürmer zu beseitigen.

Das aus den Samen des Neem – Niembaumes – gewonnene Öl zeigte signifikante antibakterielle Wirksamkeit gegen Bacillus subtilis, Salmonella typhosa und Salmonella paratyphi. Das aus dem Neemöl gewonnene NIM-76 zeigte eine noch weitaus ausgeprägtere Wirkung. Insbesondere auch gegen Pathogene wie Escherichia coli und Klebsiella pneumoniae oder Candida albicans und Poliviren bei denen reines Neemöl keine Wirkung zeigt.

Ein Extrakt aus den Blättern des Neem senkte in Tierversuchen signifikant den Cholesterinspiegel.

5 g eines aus den Blättern des Neem – Niembaumes – gewonnenen Extraktes oral verabreicht, führte bei Patienten mit Diabetes zu einer Reduktion des zu spritzenden Insulins um bis zu 50 Prozent.

Sowohl der Extrakt aus den Blättern als auch das Öl aus den Samen des Neem – Niembaumes – zeigte einen hypoglykämischen Effekt in Tierversuchen.

Die aus der Rinde des Neem – Niembaumes – gewonnenen Polysaccharide Gia und Gib zeigten Antitumorwirkung gegen Sarcoma-180.

Ein 75% Methanolauszug aus Neem-Blättern zeigte in Versuchen mit Kaninchen eine fiebersenkende Wirkung.

En Wasserextrakt aus den Blättern des Neem reduzierte die Enststehung von Magengeschwüren in Rattenversuchen.

Frisch bereiteter Extrakt aus den Blättern des Neem reduzierte Ängste in Rattenversuchen signifikant.

Ein Extrakt aus den Blättern des Neem zeigte Leberschützende Eigenschaften gegen Paracetamol.

Rezepturen

  • Panchaguna taila
  • Nimbarishta
  • Nimbadi churna
  • Shankhapushpi taila
  • Jwarasamhara rasa
  • Mahamarichyadi taila
  • Pathyadi kvatha

Ersatzstoff und Fälschungsmittel

Neem – Azadirachta indica – bevorzugt einen Nährstoffreichen Lehmboden, kommt aber auch mit leicht salzhaltigen Böden zurecht. In regenarmen Regionen wächst der Neem – Nimba – langsam. Die Vermehrung erfolgt durch die Samen. Sie müssen unmittelbar nach dem Reifen ausgebracht werden und keimen innerhalb von 3 Wochen. Innerhalb eines Jahres erreichen sie unter guten Voraussetzungen eine Wuchshöhe von 120 cm.

Neem kann ebenfalls durch Wurzeltriebe oder Stecklinge vermehrt werden.

Fonte: http://www.pflanzenguru.com/pflanzen-der-ayurveda/88-nimba-neem-niembaum-azadirachta-indica.html

Der Niembaum – Azadirachta indica

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Der Niembaum Niem

Der Niembaum – Azadirachta indica

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aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Niembaum (Azadirachta indica)
Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie: Mahagonigewächse (Meliaceae)
Gattung: Azadirachta
Art: Niembaum
Wissenschaftlicher Name der Gattung:Azadirachta

A. Juss.

Wissenschaftlicher Name der Art Azadirachta indica
A. Juss.

Der Niembaum (Azadirachta indica: Melia azadirachta L., Antelaea azadirachta (L.) Adelb.), auch Niem, Neem, Margosa, (Nimtree, Indian-lilac (engl.), margosier (fr.) genannt, ist eine der zwei Arten der Gattung Azadirachta. Die andere Art heißt Azadirachta excelsa. Die wirkstoffreichen Pflanzenteile finden Verwendung in Medizin und Landwirtschaft.

Beschreibung

Junger Niembaum Niembaum mit Blüte

Niemfrüchte

Der Niem ist ein schnellwachsender, (meist) immergrüner Baum, der durchschnittlich Wuchshöhen von 15 bis 20 Metern – unter günstigen Bedingungen bis zu 40 Meter – erreicht. Er kann bis zu 200 Jahre alt werden. Unter ungünstigen Bedingungen verliert der Baum seine Blätter, um sich vor Austrocknung zu schützen. Die Äste sind weitverzweigt, die Baumkrone ist rund bis oval mit dichtem Blattwuchs. Bei freistehenden Bäumen kann der Durchmesser der Krone durchaus seiner Höhe entsprechen. Der Stamm ist im Allgemeinen relativ kurz und selten höher als dreieinhalb Meter. An der ersten Verzweigung ist die Rinde hart und zwischen weißlichgrau bis rötlichbraun gefärbt. Die äußeren Holzschichten sind hell, die inneren rötlich. Wenn die inneren Holzschichten mit Luft in Berührung kommen, färben sie sich rötlichbraun.

Das Wurzelsystem besteht aus einer starken Hauptwurzel, die doppelt so tief in das Erdreich reichen kann wie der Baum hoch ist, sowie einem verzweigten Wurzelsystem.

Die unpaarig gefiederten Laubblätter sind insgesamt 20 bis 40 Zentimeter lang und bestehen aus 31 mittel- bis dunkelgrünen Teilblättern, die jeweils drei bis acht Zentimeter lang sind. Der Blattstiel ist relativ kurz, junge Blätter haben oft eine rötliche bis purpurne Färbung.

Der Niembaum ist einhäusig, jeder Baum entwickelt also sowohl männliche als auch weibliche Blüten. 150 bis 250 Blüten befinden sich an einer, bis zu 25 Zentimeter langen, Rispe, die bis zu drei mal verästelt ist. Die weißen und wohlriechenden Blüten sind fünf bis sechs Millimeter lang und haben einen Durchmesser von acht bis elf Millimeter.

Früchte Niembaum

Bereits nach vier Jahren trägt ein Niembaum erstmals Früchte. Nach zehn Jahren liefert er 40 bis 50 Kilogramm Früchte und erreicht damit seinen vollen Fruchtertrag.

Die unbehaarte Frucht ist eine olivenähnliche Steinfrucht, die oval bis kugelförmig sein kann. Wenn sie reif ist, ist sie 1,4 bis 2,8 Zentimeter lang und 1 bis 1,5 Zentimeter im Durchmesser. Die Fruchthaut ist dünn, das Fruchtfleisch gelblichweiß und bitter-süß im Geschmack. Die Frucht enthält einen, in seltenen Fällen auch mehrere Samen. Werden die Früchte von Tieren gefressen, scheiden sie die unverdaulichen Kerne meist wieder aus. Die Samen überstehen den Verdauungstrakt der Tiere problemlos und keimen nach dem Ausscheiden.

Inhaltsstoffe Niem – Neem

Obwohl der Niembaum seit Jahrzehnten untersucht wird, sind viele seiner Wirkstoffe noch nicht vollständig erforscht. Niem enthält über 100 verschiedene chemische Inhaltsstoffe, die sich zudem im Stamm, der Rinde den Blättern und Früchten unterschiedlich zusammensetzen. Von vielen dieser sehr komplexen Inhaltsstoffe sind nur ungefähre Näherungswerte der Strukturformeln bekannt.

Ein besonders wichtiger Inhaltsstoff ist das insektizid wirkende Azadirachtin. Er wird aus dem Niemöl gewonnen, welches man aus den Samen presst. Weitere wichtige Inhaltsstoffe sind Salannin, Meliantriol, Nimbin und Nimbidin.

Verbreitung und Standortbedingungen

Ursprünglich stammt der Niem aus Indien, Pakistan und Burma. Der Niembaum ist auf tropisches und subtropisches Klima angewiesen. Durch den Menschen wurde der Baum auch auf dem asiatischen, dem afrikanischen, dem amerikanischen und dem australischen Kontinent sowie auf den Inseln im Pazifik heimisch. Den Niem trifft man hauptsächlich in den flachen und ariden Gegenden der Tropen und Subtropen an. Im Gebirge ist er selten.

Der Niembaum ist bekannt für seine Unempfindlichkeit gegenüber Trockenheit. Er kann in Gegenden mit einem durchschnittlichen Jahresniederschlag von 400 bis 1200 mm gut überleben und kommt auch in Gegenden mit geringerem Niederschlag vor, dann ist er jedoch abhängig vom Grundwasser. Der Niem kann in vielen Bodentypen wachsen, bevorzugt jedoch sandige Böden mit einem pH-Wert von 6,2-7,0. Staunässe verträgt der Baum nicht. Stehen die Wurzeln zu lange im Wasser, geht der Niem sehr schnell ein. Die optimalen Jahresdurchschnittstemperaturen sind 31 °C bis 32 °C. Höhere Temperaturen toleriert der Baum, Temperaturen unter 4 °C sind nicht gut für den Niem: er verliert seine Blätter und geht ein. Dagegen hält der Baum Temperaturen über 50 °C sehr gut aus.

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Verwendung

Niemöl – Niembaum-Oel

Pflanzenteile des Niembaums und daraus hergestellte Produkte wirken antibakteriell und antiviral und können als Insektizid, Fungizid, Spermizid, Dünger und Futtermittel eingesetzt werden. Sie werden daher sowohl in der Medizin als auch in Landwirtschaft und Gartenbau genutzt.

Nutzung in der Medizin

Von indischen Ärzten werden Niem-Produkte seit 2000 Jahren gegen Anämie, Bluthochdruck, Hepatitis, Geschwüre, Lepra, Nesselsucht, Schilddrüsenerkrankungen und Verdauungsstörungen und in der Medizin des Ayurveda eingesetzt. Niem wird als Mittel gegen Kopfläuse und in der Zahn- und Mundhygiene genutzt und soll bei Diabetes mellitus und Krebs helfen sowie den Cholesterinspiegel reduzieren.[2] Ebenso werden Niemprodukte in Indien seit Jahrhunderten als Spermizid und zur Abtreibung genutzt. Indische Forscher haben diese Wirkung bestätigt.[2]

Das Öl des Niembaums wird zudem bei der Bekämpfung von Hausstaubmilben eingesetzt. Der Niembaumsamenöl-Extrakt macht die Nahrungsgrundlage der Milben (Hautschuppen) ungenießbar und stoppt gleichzeitig das Wachstum der Larven.

Nutzung in der Landwirtschaft

In der Landwirtschaft und von Gärtnern werden die Samen und das Öl als Dünger sowie zur Bekämpfung als auch zur Vorbeugung gegen Insekten, Nematoden, Milben und Pilzen verwendet. Aus Samenschrot und Wasser hergestellte Lösungen zum Gießen oder Spritzen gegen Schadinsekten sind weit verbreitet. Während man bei chemischen Spritzmitteln Resistenzen bei Insekten beobachtet, sind bei Niemlösungen wegen ihrer Komplexität keine Resistenzen zu erwarten.

Für die Insektizidwirkung sind eine Reihe von Inhaltsstoffen zentral:

  • Azadirachtin ähnelt in seiner Wirkung dem Hormon Ecdyson. Es hindert Schadinsekten daran, sich zu vermehren und Kulturpflanzen zu fressen. Zudem wirkt es gegen verschiedene Nematoden.
  • Salannin hat eine abstoßende Wirkung auf Insekten und schützt Nutzpflanzen sehr effektiv vor Insektenfraß.
  • Meliantriol wirkt ähnlich abschreckend auf Insekten, wie Salannin und stoppt selbst Wanderheuschrecken.
  • Nimbin und Nimbidin sind wirksam gegen Viren.

Das Holz des Niembaums ist ein sehr guter Brennstoff und wird als Feuerholz genutzt. Die Niemblätter sind als Viehfutter sehr beliebt. Das schont die übrige Vegetation. Die Rückstände aus der Niemölgewinnung (Presskuchen) eignen sich als nährstoff- und mineralstoffreiches Viehfutter.

Umweltwirkungen

Der Niembaum wird zur Rekultivierung von Wüstengebieten eingesetzt und hat einen hohen CO2-Durchsatz. Da der Baum sehr rasch wächst, wirkt sein Anbau schnell der Abholzung natürlichen Wälder entgegen. Niembäume helfen gegen Bodenerosion und senken die Windgeschwindigkeit. Dabei spenden sie Schatten, kühlen die Umgebung und schützen die Bodenvegetation.

Patente

Seit 1985 wurden weltweit mehr als 90 Patente auf Wirkeigenschaften und Extraktionsverfahren von Niemprodukten angemeldet. Die amerikanische Firma W. R. Grace errichtete Produktionsstätten zur Niemverarbeitung in Indien und kaufte indische Firmen auf. In der Folgezeit stiegen die Preise des Niemsamens von 11 auf über 100 US-Dollar je Tonne, was die Verfügbarkeit vor allem für Kleinbauern und einheimische Kleinunternehmen erheblich einschränkte. Wegen der zahlreichen Patente waren die Exportmöglichkeiten für Niemprodukte vielfach auf Patentinhaber beschränkt.

Seit 1993 geht in Indien die Initiative „Neem Campaign“ gegen mutmaßlich zu Unrecht erteilte Patente vor. Zwei Patente auf Niem-Produkte wurden nach Beschwerden beim Europäischen Patentamt 2000 und 2005 widerrufen. Beim ersten Fall im Jahr 2000 handelte es sich um das Patent EP 0 436 257 B1, das 1994 dem US-Landwirtschaftsministerium und dem Unternehmen W.R.Grace vom Europäischen Patentamt erteilt wurde. Es betrifft ein „Verfahren zum Bekämpfen von Fungi an Pflanzen“ bzw. ein „Verfahren zum Schützen von Pflanzen vor Pilzbefall“. Im Mai 2000 wurde im Einspruchsbeschwerdeverfahren vor der technischen Beschwerdekammer des EPA das Patent aufgrund fehlender „erfinderischen Tätigkeit“ widerrufen, da fungizide Wirkungen von Pflanzenölen vielfach bekannt seien und es daher keiner erfinderischen Tätigkeit bedurfte, bekannte Rezepturen auch auf bislang ungenutzte Pflanzen anzuwenden.

Quellen

  1. a b Species in GRIN for genus. www.ars-grin.gov, abgerufen am 9. März 2008.
  2. a b c d e f g h Heidelore Kluge, Verlag: Gesundheit und Natur Niembaum, die Kraft der indischen Wunderpflanze, ISBN – 3-7787-3580-2
  3. ↑ Bödeker et. al, S. 32
  4. ↑ Biopiraterie und die Aneignung genetischer Ressourcen

Weiterführende Literatur

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Deutsch

  • Ellen Norten und Jean Pütz (Hrsg.): Wunderbaum Niem – Medizin, Kosmetik, Pflanzenschutz aus der Natur. vgs Verlag, Köln 1997, ISBN 3-8025-1322-3
  • Sebastian Bödeker, Oliver Moldenhauer und Benedikt Rubbel: Wissensallmende. VSA, Hamburg 2004, ISBN 3-89965-118-9, S. 32–33.
  • Heinrich Schmutterer: Niempräparate (Neem, Nim). In: Heinrich Schmutterer, Jürg Huber (Hrsg.): Natürliche Schädlingsbekämpfungsmittel. Ulmer Verlag, 2005, ISBN 3-8001-4754-8

Englisch

  • Eric R. Boa: A guide to the identification of diseases and pests of neem. (Azadirachta indica). FAO Regional Office for Asia and the Pacific (RAPA), Bangkok, 1995
  • Alexander Wudtke (1995) Einsatz von NemAzal T/S gegen Materialschädlinge am Beispiel der Kleidermotte, Proc. of 5th Workshop „Practice Oriented Results on Use and Production of Neem-Ingredients and Pheromons“ in Wetzlar (http://freenet-homepage.de/humboldt), 274 S.
  • A. Wudtke (1997) Einsatz von Neem als Wachstumshemmer – Use of Neem as a growth inhibitor, in: Proc. of 5th Workshop „Practice Oriented Results on Use and Production of Neem-Ingredients and Pheromons“ in Wetzlar 1996, 175–176
  • Ruparao T. Gahukar: Neem in plant protection. Agri-Horticultural Publishing House, Nagpur, India 1995, ISBN 81-900392-0-2
  • Martin Jacobson (Hrsg.): The neem tree. CRC Press, Boca Raton, Fl. 1989, ISBN 0-8493-4101-9
  • Heinrich Schmutterer (Hrsg.): The neem tree Azadirachta indica (A. Juss.) and other meliaceous plants. Sources of unique natural products for integrated pest management, medicine, industry and other purposes. VCH Verlagsgesellschaft, Weinheim 1995, ISBN 3-527-30054-6
  • Dina Tewari: Monograph on neem (Azadirachta indica A. Juss.). International Book Distributors, Dehra Dun, India 1992, ISBN 81-7089-175-2
  • Noel D. Vietmeyer (Hrsg.): Neem. A tree for solving global problems; report of an ad hoc panel of the Board on Science and Technology for International Development, National Research Council. National Academy Press, Washington D.C. 1992, ISBN 0-309-04686-6
  • K Vijayalakshmi, K S Radha und Vandana Shiva: Neem. A User’s Manual. Centre for Indian Knowledge Systems, Chennai and Research Foundation for Science, Technology and Natural Resource Policy, New Delhi 1995.
  • Katharine Sanderson: Chemists synthesize a natural-born killer. In: Nature. Band 448, Nr. 7154, 2007, S. 630.

Fonte: Wikipedia

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