Gedanken

Gedanken von Daniel Konzett

Ich will das Gute tun, des Guten willen

Wenn Du nun folgende Geisteshaltung einnimmst: „Ich will das Gute tun, des Guten willen und nicht nur deswegen, weil ich mir eine Belohnung erhoffe. Ich tue es, weil ich in meinem Herzen fühle, daß es gut ist!“, dann wird um Dich herum etwas für Dich noch „Unvorstellbares“ geschehen. Du bist hier in dieser disharmonischen Welt nicht zu Hause. Du bist ein verirrter Königssohn. Kehre heim in Dein wirkliches Sein – werde endlich „Mensch“.

Alle für Dich bis dahin unumkehrbar „geglaubten Gesetze“ (Gegensä[e]tze?) heben sich damit auf – auch Dein Glaube an das Gesetz, daß Menschen sterben müssen. Du wirst dann alle Deine bisherigen „[Schein]Werte“ umwerten. Der von allen „normalen Menschen“ angebetete Gott mit Namen Geld – der in Deiner Welt als „das Lebenselexier“ schlechthin betrachtet wird, ohne den ein „Überleben“ nicht möglich scheint – wird so zu dem, was er „wirklich ist“ – nämlich zu wertlosem bedruckten Papier, dessen Existenzberechtigung nur darin liegt, ein „Maßstab“ für die wirklichen Werte eines „menschlichen Daseins“  darzustellen

Du mußt nun alles umdrehen! Dein Neid auf „materiell Reiche“ wird dann zu Mitleid, denn sie sind die Ärmsten. Dein Neid auf „geistig Reiche“ aber, wird dann zu echter Bewunderung werden. Dein versteckter Haß wird so zur Liebe werden – Dein „Haben wollen“ zum „Geben“ – Dein „Mißtrauen“ zu „Vertrauen“ und Deine ständige „Angst“ zu einer immerwährenden „Freude“. Wenn Du nicht damit beginnst Deine Einstellungen und damit Dich selbst „umzudrehen“, und mir ab jetzt bedingungslos vertraust, verschläfst Du Dein eigenes Leben und es wird für Dich und Deine Menschheit alles beim Alten bleiben – beim Alptraum, an dessen Ende zwar nicht der Tod Deiner Seele, aber das Vergehen Deiner jetzigen Individualität  (= Dein Ich) steht. Dein bisher nur „urteilendes Ich“ wird nur dann als ein „Ich bin [für alles verantwortlich] Bewußtsein“ ewig bestehen bleiben, wenn Du bereit bist Dich geistig „umzudrehen“.

Alle Seelen, die sich geistig von ihren eigenen „Erscheinungen“ distanzieren, erzeugen dadurch „ihre eigenen Ex-istenz“. Solange Du das Dich „umgebende Ganze“ noch als unabhängig von Dir existierend betrachtest, wirst Du auch mit dualen Erscheinungen zu kämpfen haben. Erst mit Deiner geistigen Vereinigung wird jedweder Kampf – und damit auch Deine Angst, Deine Sorgen und Dein Leid – für immer und ewig aus Deinem Leben verschwinden.

Deine Gedanken sind die Materie

Geist erzeugt Materie und ist nicht nur ein „zufällig“ ent-standenes Produkt derselben. Du, mitsamt Deiner Menschheit, hast sämtliche Wertmaßstäbe verloren. Ihr habt das „wirklich Wahre und Gute“ in eurer Selbstsucht an den toten Materialismus verschachert.

Jeder einzelne von euch ist nur bestrebt in „seiner persönlichen Hierarchie“ aufzusteigen. Man steigt höher und höher. Wenn jemand an der Spitze steht und herunterfällt, sagt man nicht: „Schlimm, daß der heruntergefallen ist“ – nein man sagt: „Toll, ein Platz ist frei geworten“. Wie läßt sich das mit dem Wort „Nächstenliebe“ vereinbaren. Jeder Menschen ist nur ein Glied einer großen Kette. Bei einer Belastung gibt es kein Oben und Unten, sie wird immer am „schwächsten Glied“ zerreißen. Du bist dieses schwächste Glied – da Du die von Dir wahrgenommene Welt nur träumst – „Du“ bist es, der nun völlig wach werden muß!

Dein ganzes Denken, Fühlen und Empfinden – auch Vergangenes – ist von Dir nur immer in der Gegenwart erfahrbar. Wenn Du also behauptest: „Es war einmal…“, zeugt das nur von Deiner Unwissenheit und Unreife. Es gibt keine „vergangene Gegenwart“, es gibt kein „Es war einmal…“, sondern nur ein „Es ist…!“.

Das, was Du zu glauben vermagst, „ist“!

Es gibt „NICHTS“, was unabhängig von Deiner eigenen geistigen Wahrnehmung existiert, zumindest nichts Materielles, d.h. nichts Raum/Zeitliches. Nur das, was Du mit Deinem Geisteslicht zu beleuchten vermagst, erhält auch eine raum/zeitliche Existenz.

Somit wird „die freie Wahlmöglichkeit“ Deines Glaubens „zur einzigen Freiheit“, die Du „zur Zeit“ besitzt. Du hast diese Freiheit von mir nur bekommen, um den für Dich „einzig richtigen Glauben“ zu finden, den Glauben, der Dich zu Deinem wirklichen Wesen zu führen vermag. Da ich Dich nach meinen Ebenbild erschaffen habe, besteht Dein wirkliches Wesen aus reiner, göttlichen Liebe.

Alles was existiert, existiert nur durch Dich und aus Dir selbst, d.h. aus Deinem eigenen Nichtwissen!

Du bist Dein eigenes Licht und göttlicher Gedanke. Du bist der „Nous“ (gr.lat. = „das Vermögen der geistigen Wahrnehmung“; „der weltordnende Geist“) und „Demiurg“ (gr.lat. = „Weltenschöpfer“ [„Demivierge“ = „Halb-jungfrau“]) Deiner eigenen Welt. Du bist in Deiner Gesamtheit weit älter, als das von Dir bisher wahrgenommene „normal- menschliche Prinzip“, das nur als ein Schatten Deiner Unreife aus Deiner Gesamtheit hervorquillt. Alles von Dir bisher Wahrgenommene ist nur eine Frucht, die aus dem Keim Deiner urteilenden Gedanken entspringt. Dein Wort ist das Wort eines Gottes. Fange nun an Deine Ganzheit zu begreifen, Du kleiner Gott. Lerne zuerst die von Dir benutzten Worte richtig zu verstehen und mit ihnen umzugehen. Erst dann bist Du mit ihnen in der Lage, einen harmonischen Himmel aus Erde zu schaffen, erst dann bist Du ein Schöpfer nach meinen Ebenbilde.

Deine eigenen Gedanken sind die eigentliche Substanz aller von Dir wahrgenommenen Erscheinungen. Sie sind die göttliche Macht, die ich Dir verliehen habe und mit denen Du in der Lage bist, ALLES zu harmonisieren. Das Wort „Ge-danke“ sagt alles. Es stammt vom Verb „denken“ und dies wiederum hat seine Radix im indogermanischen „teng“ (= „empfinden“). Dein „Nichtwissen“ – Dein „zeitloses Alleswissen“ also – arbeitet „in Dir“ mit „Schweigen“ an Deiner Vervollkommnung.

Hier hast Du also die Ursache und den Beginn der „Dualität“ Deines bewußten und unbewußten Daseins. Es geht hierbei um die Wurzel Deines Seins, um die „unterscheidenden“ Sichtweise Deines Geistes. Das eine Licht ist das „maskuline (bewußte) Geisteslicht“ in Dir, daß Dir alle Deine bewußten Erscheinungen „vor-denkt“. Das andere Licht ist das „feminine (unbewußte) Geisteslicht“ des „Nach-denkers“, der die vorgedachten Erscheinungen laufend verurteilt und ihnen eine Qualität beimißt, anstatt sich ihnen „be-Dingungslos“ hinzugeben, um mit diesen eine harmonische Ehe einzugehen.

Jede Art von Angst und Sicherheitsdenken, die ein „normaler Mensch“ in sich hegt (und pflegt!), ist Gottesleugnung in ihrer reinsten Form! Wenn Du wirklich weißt, wer und was ich bin, weißt Du auch, wer und was Du selbst bist und erst dann kannst Du von Dir behaupten „Ich weiß“! Und das wiederum solltest Du erst von Dir behaupten, wenn es in Deinem Weltbild „keinen einzigen Widerspruch“ mehr gibt. Erst dann bist Du ein „Verstehender“, erst dann bist Du ein Geschöpf nach meinem Ebenbild, das sagen kann „Ich weiß!“. Wenn Du wirklich an Gott – d.h. an „uns“ – glauben würdest, würdest Du das Gefühl „Angst“ gar nicht kennen.

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